Viele Gründe können dazu führen, dass wir Menschen in seelische Krisen geraten. Manchmal haben wir den Eindruck, unsere Situation sei ausweglos und erleben Suizidgedanken. Insbesondere bei psychischen Erkrankungen (vor allem Depressionen) kommt es zu Suizidgedanken, die sich in einer Krisensituation zuspitzen und zu Suizidhandlungen führen können. Die meisten Menschen wollen nicht wirklich sterben, aber sie sehen in dieser als unerträglich erlebten Situation für sich keinen anderen Ausweg. Dabei eröffnet oft schon ein Gespräch mit anderen Menschen neue, oft ungeahnte lebensorientierte Perspektiven. Natürlich gibt es in der Regel keine schnellen Lösungen für schwerwiegende Probleme, aber eine Suizidhandlung lässt sich nicht mehr rückgängig machen, während die Ursachen und Auslöser vorübergehend und mit entsprechender Hilfe und Unterstützung zu bewältigen sind.
Für viele ist es nicht leicht, über die eigenen Gedanken und Gefühle zu sprechen. Daher ist es umso wichtiger zu wissen, dass es gerade auch in solchen Situationen professionelle Unterstützungsangebote gibt.
Unter diesem Link finden Sie Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten, die Menschen in Krisensituationen in Frankfurt zur Verfügung stehen. Sie können sich mit der Vielzahl der vorhandenen Hilfsmöglichkeiten (medizinische und psychosoziale Unterstützung, telefonische und Online-Beratung, Selbsthilfegruppen etc.) vertraut machen, Beratungsangebote wahrnehmen und/oder Ihre ganz persönlichen „Notfallnummern“ zusammenstellen. Doch auch wenn Krisen sich zuspitzen und schnelle Hilfe erforderlich ist, finden Sie die für Sie richtige Form der Unterstützung. Alle Beratungsangebote sind kostenfrei und auf Wunsch auch anonym möglich. Die Berater:innen unterliegen der Schweigepflicht. In dieser Broschüre finden Sie darüber hinaus weitergehende Informationen für Menschen mit Suizidgedanken.
Neben Menschen in einer seelischen Krise können selbstverständlich auch Angehörige von Menschen mit Suizidgedanken, Freund:innen, Bekannte, Nachbar:innen sowie Institutionen professionelle Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Wenn Sie sich Sorgen um eine Person in Ihrem Umfeld machen, möchten wir Sie ermutigen diese anzusprechen und konkret nach Suizidgedanken zu fragen!
Die Sorge, jemanden durch eine solche Frage erst auf „die Idee“ zu bringen ist leider noch weit verbreitet – aber falsch. Im Gegenteil: Darüber zu sprechen ist wichtig. Wenn eine Person keine Suizidgedanken hat, wird sie durch eine Nachfrage keine entwickeln. Falls hingegen lebensmüde Gedanken da sind, hat sie dadurch die Möglichkeit, darüber zu sprechen. Das kann entlasten und ist der erste Schritt, um die notwendige Hilfe zu bekommen.
Unter diesem Link sowie in diesem Flyer finden Sie mehr Informationen darüber, wie Sie ein solches Gespräch führen und helfen können.