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Infos für Männer

Männer und psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit umfasst das emotionale, mentale und soziale Wohlbefinden. Sie beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Eine gute psychische Gesundheit wirkt sich positiv auf unter anderem Stressbewältigung, Beziehungen und Lebensqualität aus. Verschiedene Lebensphasen und belastende Ereignisse – etwa beruflicher Druck, Trennungen oder gesundheitliche Probleme – können die psychische Gesundheit aus dem Gleichgewicht bringen. Gerade Männer sprechen Belastungen oft seltener offen an, spielen sie herunter oder äußern eher körperliche Beschwerden. Halten diese Belastungen jedoch an und es erfolgt keine Unterstützung, können sie sich verfestigen und das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen. Die folgenden Fakten geben einen Überblick darüber, wie sich solche Belastungen äußern können und worauf das persönliche Umfeld achten sollte.

Fakten zum Thema

Fakt 1: Angststörungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch und Depressionen das größte Problem.

Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Männern zählen Angststörungen, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Depressionen. Diese können sich jedoch bei Männern anders äußern als bei Frauen, was dazu führen kann, dass sie im Hilfesystem häufig unerkannt und unbehandelt bleiben. Diese Unterschiede in der Symptomatik sind eine Erklärung dafür, warum Männer deutlich seltener Diagnosen für psychische Störungen bekommen.

Fakt 2: Männerdepression

Klinische Studien zur sogenannten „Männerdepression“ zeigen, dass sich Depressionen bei Männern und Frauen unterschiedlich manifestieren können. Während die klassischen Symptome einer Depression auch bei Männern auftreten, treten bei ihnen vermehrt auch Gereiztheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wutausbrüche oder antisoziales Verhalten auf. Aufgrund dieser geschlechtsspezifischen Ausdrucksformen können depressive Symptome bei Männern durch Stressreaktionen maskiert werden.

Fakt 3: Bewältigungsmechanismen bei Männern

Männer neigen eher dazu, bei psychischen, aber auch somatischen Beschwerden später und seltener Gesundheitsleistungen in Anspruch zu nehmen. Stattdessen können Alkohol, Zigaretten, illegale Drogen, Glücksspiel oder anderes Risikoverhalten Bewältigungsmechanismen sein.

Fakt 4: Suizid bei Männern.

Männer versterben deutlich häufiger durch Suizid als Frauen. Deutschlandweit waren in den vergangenen Jahren 70-75 Prozent der Menschen, die durch Suizid verstarben, männlich. Insbesondere mit zunehmendem Alter steigt das Risiko durch Suizid zu versterben bei Männern deutlich an. Die Ursachen sind komplex, ein wesentlicher Faktor ist jedoch das geringere Hilfesuchverhalten.

Fakt 5: Männlichen Rollenbildern und Geschlechterstereotypen

Die Orientierung an traditionellen männlichen Rollenbildern und Geschlechterstereotypen – wie „Männer müssen stark sein.“ oder „Über Gefühle sprechen ist etwas für Mädchen.“ – können dazu führen, dass viele Männer sich scheuen, psychische Belastungen offen anzusprechen. Diese Prägungen erhöhen Schamgefühle und verstärken das Gefühl, Probleme allein bewältigen zu müssen. Dabei gilt: Hilfe holen ist keine Schwäche. Hilfe holen ist ein Weg, Kontrolle und Stärke zurückzuerlangen.

Fakt 6: Aufklärung und Entstigmatisierung

Verbesserte Aufklärung und Entstigmatisierung wirken sich positiv auf das Hilfesuchverhalten aus. Ebenso hilfreich sind niedrigschwellige, anonyme und lebensnahe Angebote, die auf Wissensvermittlung und Selbstreflexion setzen.

Informationsplattformen für Männer

Walter Kohl, Schirmherr von FRANS, erzählt im folgenden Video von seinen persönlichen Erfahrungen

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